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Allgemein

13. Dezember 2011

Alle Jahre wieder…

Was war das mal wieder für eine Riesenaufregung. Frauchen und das Elo-Team haben im Teamwork Cantuccini geformt. Von morgens bis abends hat das Team durchgebacken und das Ergebnis kann sich wirklich essen lassen! 
Habt ihr es denn schon geschafft, in diesem Jahr Plätzchen zu backen? Noch nicht? Na, worauf wartet ihr denn noch? Cantuccini (auch Cantucci oder Biscotti di Prato) sind im Übrigen traditionelles Mandelgebäck aus der italienischen Provinz Prato nahe Florenz. Sie werden wie Zwieback doppelt gebacken, zuerst als längliche Laibe und dann in Scheiben, wodurch sie mürbe und haltbar werden.

Der Anfang des Backtages gestaltete sich durch die fehlende Waage etwas problematisch – aber das Elo-Team konnte auch ohne Messinstrument seine Frau stehen! Durch das berühmten Pi-mal-Daumen-Maß haben so alle Cantuccini ihre eigene individuelle Note bekommen.

Am Ende des Tages waren alle 600 Tüten für die Kunden liebevoll verpackt und unser Team ganz schön verbraucht. :) So ein ganzer Tag Backen hat es doch ganz schön in sich!

Ähnlich wird es sein, wenn in letzter Minute noch schnell in der Stadt Weihnachtsgeschenke eingekauft werden. Der dritte Advent ist nun bereits vorbei und man sollte sich dem Trugschluss erwehren, dass noch Zeit bis Weihnachten ist. Ich möchte eigentlich nicht mit Frauchen noch kurz vor Ladenschluss bei ungemütlichem Winterwetter durch die Stadt hetzen.
 
Lieber möchte ich mit ihr eingemummelt auf der Couch liegen und mich mit meinen heißgeliebten Leckerlis füttern lassen. Die bestellen wir nämlich online. Das spart Zeit und Nerven. Wichtig ist nur, dass die Bezahldaten nicht von Hackern ausspioniert werden. Am Besten man shoppt über eine verschlüsselte SSL-Verbindung. Welchen Händlern man auf jeden Fall vertrauen kann, zeigt das Trusted Shop-Siegel. Diese Anbieter werden regelmäßig überprüft und wir können uns sicher sein, sie sind seriös, liefern zuverlässig und schützen die persönlichen Daten. (Quelle: Freundin 24/2011)

Überraschenderweise richten sich laut iBusiness die meisten Online-Shops an die Einkaufsvorlieben der Männer, obwohl Frauen online ganz anders einkaufen. Das ist natürlich schade, denn zielgruppenspezifisches Webdesign kann durchaus lange Kundenbeziehungen und starkes Umsatzwachstum fördern. Also, liebe Online-Shop-Anbieter, vergesst uns (Hunde-)Damen nicht!

Für alle, die mit unseren Eloccini in Weihnachtsstimmung kommen wollen, gibt es das Rezept Rezept Eloccini.

Allgemein,Kläff 2.0

11. Oktober 2011

Lang lebe die Crowd – oder das Kraut?

Money, Money Money… Oder: Money Makes the World Go Around… Viele erfolgreiche Songs haben es ja schon belegt: Ohne Moos nix los. Denn was nützt einem die tollste Geschäftsidee ohne Startkapital? Und nicht jeder kann auf einen starken finanziellen Background zurückgreifen wie Paris Hilton.

Doch: Web 2.0 macht’s möglich. Das Zauberwort heißt „Crowdfunding“, also die Fremdfinanzierung von Projekten durch Internetnutzer und ist gerade – laut einem Bericht auf ibusiness.de – in Deutschland beliebter denn je.

Denn generell ist laut diesem Bericht die Finanzierung von Start-ups in Deutschland aufgrund des geringeren Wagniskapitals und strengerer Richtlinien zum Schutz der Anleger sehr schwierig. Daher erfreuen sich alternative Finanzierungsformen immer größerer Beliebtheit. Eine der ersten Plattformen, die Crowdfunding für Start-ups anbieten, ist Seedmatch, für die sich schon über 1.000 Nutzer vor Start registriert hatten. Ein großes Feld für Crowdfunding bieten derzeit noch Projekte aus dem kulturellen Bereich wie Filme, Aktionen oder Veranstaltungen.

Herausforderung und Chance ist dabei die Kommunikation über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, eigens eingerichteten Blogs etc. Denn das Feedback kommt direkt. Wichtig ist zudem, dass man sich vorher Gedanken macht, welche Summe realistisch ist und wie lange das Projekt laufen soll – bevor man Finanzierungsalternativen in Erwägung zieht oder das Projekt sterben lässt. So sollten z.B. im Frühjahr für die Science-Fiction-Parodie „Iron Sky“ im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs insgesamt 300.000 Euro über sechs Plattformen zusammengebracht werden. Dies hat leider nicht funktioniert und da manche Plattformen nach dem „Alles oder Nichts“-Prinzip funktionieren, kamen unterm Strich gerade mal 4.211 Euro zusammen (gesammelt wurden insgesamt aber rund 10.000 Euro, davon 4.484 Euro über die deutsche Plattform Startnext). Regisseur Timo Vuorensol hat sich selbstkritisch mit seinem Experiment auseinandergesetzt und kam zu dem Schluss, dass ein Grund für das Scheitern das Einbeziehen zu vieler Plattformen war. Daher wird sich das Projekt „Iron Sky 2“ nur noch auf die deutsche Plattform Startnext konzentrieren.

Unter den richtigen Voraussetzungen könnte Crowdfunding dann doch ein super Starbrett für innovative Online-Shops sein, die a) in der Regel mit relativ geringen finanziellen Mitteln auskommen und b) per se ein Internet-affines Publikum anziehen – und damit eine Hauptzielgruppe für Crowdfunding, denn dies geschieht bekanntlich über Internet-Plattformen.

Mal sehen, ob mir auch noch ein gutes Konzept für ein Online Business einfällt, dass ich mir von der großen Masse an Internetnutzern finanzieren lassen könnte. A propos Crowd: Da fällt mir natürlich gleich „Kraut“ ein, was mich wieder zu Würschtl bringt. Vielleicht ein Online-Vertrieb deutscher Wurstwaren von A wie Ahle Wurst (Hessische Spezialität) bis Z wie Saure Zipferl?

Allgemein

13. September 2011

Von Sonnenanbetern und Schluckspechten

Oh, was war das für ein schönes, sonniges Wochenende! Und wie es sich für so tolle Spätsommertage gehört, bin ich natürlich mit Frauchen und Herrchen an die Isar gegangen. Für mich ist das dort ja ein wahres Paradies: ich kann mit anderen Hunden herumtollen, mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und wenn es mir zu heiß wird, kühle ich mich einfach im Fluss ab. Dort kann ich ja auch gleichzeitig meinen Durst stillen. Für meine Menschen ist das allerdings nicht so leicht – die müssen sich immer ihre eigenen Getränke mitnehmen. Da hat man dann die Qual der Wahl: Einweg, Mehrweg, Tetrapack oder gar Isolierkanne? Dabei scheint mir die Entscheidung doch so einfach. Warum nicht zur Getränkedose greifen? Die heute erhältlichen Aluminiumdosen wiegen nämlich pro Dose nur ganze 10 Gramm. Das reduziert die Getränke-Schlepperei doch schon erheblich. Noch dazu kann man in diesem Jahr sogar noch ein Jubiläum feiern, denn bereits seit 60 Jahren kann man in Deutschland Getränkedosen kaufen. 1951 wollte die Frankfurter Henninger Brauerei den am Main stationierten US-Soldaten per Dose eine Dosis Heimatgefühl vermitteln, denn in den USA war die Getränkedose schon seit 1935 erhältlich. So fand die Getränkedose ihren Weg in deutsche Einkaufsregale. „Moderner Leben – mit Bier in Dosen“ – so warb damals der erste deutsche Dosenproduzent. Wenn man damals mit Bier in Dosen schon modern gelebt hat, dann lebt man heute wahrscheinlich hypermodern. Denn trotz Dosenpfand ist die Getränkedose so beliebt wie eh und je. 2010 wurden in Deutschland rund 930.000.000 Dosen verkauft – 46 % mehr als im Vorjahr. Ich finde das ganz schön beachtlich. Ich selbst bin mit dem kühlen Isarwasser zwar mehr als zufrieden, aber toll finde ich die Getränkedose trotzdem. Vor allem da sie dank neuer Verschlusstechniken mittlerweile auch wiederverschließbar und somit umweltfreundlicher ist. Und schön anzuschauen ist sie ja auch, so bunt und poppig. Einige Hersteller experimentieren bereits mit fluoreszierenden Farben und neuen Drucktechniken. Finde ich cool – dann sieht in der Disko gleich jeder, was ich trinke und kann mir bei bedarf noch eine weitere Dose ausgeben. Getränkedosen sind also nicht nur ein gutes Mittel gegen den Durst, sondern offenbar auch noch ein adäquates Flirt-Werkzeug. Es soll ja sogar Leute geben, die Dosen aus aller Welt in Kollektionen sammeln. Alles in allem ein rundes Ding, diese Dose.

Bild: istockphoto

Allgemein,Bissverständnisse

30. August 2011

I understand only train-station

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Gerade jetzt im Sommer fahren viele Menschen in andere Länder, um dort ihren Urlaub zu verbringen.

Gerade habe ich die Staunachrichten im Radio gehört: kilometerlanger Stau auf dem Brenner. Da bin ich froh, dass ich hier gemütlich in meinem Kröbchen liege und gleich in den Englischen Garten darf. Italien scheint ja ein besonders beliebtes Ziel der Deutschen zu sein. Aber erstmal in dem Land angekommen, wird den meisten Urlaubern, die mit dem Auto unterwegs sind, eins klar: Hier ist alles anders. Das Autofahren wird leicht zu einer enormen Herausforderung, wie dieses kleine Video zeigt.

Auch in anderen Ländern kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Am Urlaubsziel angekommen, steht der Urlauber vor den nächsten Schwierigkeiten: „Wie begrüße ich bloß die Einheimischen?“ Denn während sich die Deutschen die Hände schütteln, verbeugen sich Japaner, die Mongolen berühren sich mit den Nasenspitzen und Franzosen küssen sich auf die Wangen.
Doch nicht nur das. Verständigungsprobleme stehen an der Tagesordnung. Wenn es den Deutschen im Hals kratzt, sprechen sie von einem Frosch im Hals, die Franzosen haben hingegen eine Katze im Hals. Werden solche Ausdrücke einfach eins zu eins übersetzt, ist das Gelächter meist groß. Viele wählen das Englische, um sich in anderen Ländern verständigen zu können. ABER: Nicht jeder beherrscht Englisch perfekt oder auch Ones English is not the yellow from the egg.
Einen Englischkurs über solche Eins-zu-Eins Übersetzungen gibt es von Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke, bei dem es jedem Engländer would run it icecold the back down.

Für meinen Geschmack ist das alles viel zu kompliziert. Wir Hunde verständigen uns – egal wo wir auf der Welt sind – mit Schwanzwedeln und Schnüffeln. Und das ist auch gut so.

Allgemein,Kampagnen auf der Spur

23. August 2011

Wenn ungewollte Testimonials am Ruf kratzen…

Davon kann Abercrombie & Fitch derzeit nur ein Lied singen. Nachdem sich Unternehmen eigentlich darum reißen, Stars für ihre Marke zu gewinnen, um damit den Absatz ihrer Produkte zu steigern, kann es in Ausnahmefällen auch in einer Katastrophe für das Unternehmen enden. So geschehen bei dem amerikanischen Label Abercrombie & Fitch. Was tun, wenn unbeliebte bzw. schräge Z-Promis in der Öffentlichkeit ganz bewusst immer wieder Kleidung von einer bestimmten Marke tragen? Die umstrittene US-Reality-Show Jersey Shore, die auch seit März auf MTV in Deutschland läuft, begleitet acht junge Italo-Amerikaner in ihren Sommerferien bei wilden Partys und primitiven Streitereien. Dabei wird von den Hauptakteuren nahezu jedes Klischee bedient – aufgepumpte Machos versus solariumgebräunte Tussis. Da schnellen die Einschaltquoten nach oben – sehr zur Freude des Senders. Ein Mitglied des Partygespanns, Michael „The Situation“ Sorrentino, ist ein riesiger Fan der Modekette Abercrombie & Fitch und trägt deshalb ausschließlich deren Kleidung. Dass Personen, die im Rampenlicht stehen, aus freien Stücken ein bestimmtes Label in der Öffentlichkeit tragen, ist eigentlich meist nur von Vorteil für das Unternehmen. Christian Audigier, Stardesigner des Labels Ed Hardy, musste beispielsweise erst Shirts und Caps an Stars wie Madonna, Britney Spears und Heidi Klum schicken, damit sie über die Existenz der Marke erfuhren und die Kleidung auch getragen haben. Was Christian Audigier den Durchbruch verschaffte, wird Abercrombie & Fitch gerade zum Verhängnis. Aber warum eigentlich? Ganz einfach – bei den Testimonials von Ed Hardy handelt es sich um anerkannte und beliebte Künstler und Stars, wohingegen Abercrombie & Fitch, die in den USA bereits sehr bekannt sind und es auch zunehmend in Deutschland werden, sich ungewollt mit einem Z-Promi, der darüber hinaus nur durch eine qualitativ fragwürdige Sendung bekannt wurde, herumschlagen müssen. Um jegliche Assoziation mit der Sendung Jersey Shore zu vermeiden, bot das Label dem Italo-Amerikaner nun auch Geld an, damit dieser in Zukunft Kleidung einer anderen Marke trägt. Tja, mit den Testimonials ist das immer so ne Sache – mal kann es einer Marke den Durchbruch verschaffen wie bei Ed Hardy, ein anderes Mal kann es der bereits bekannten Marke einen neuen Schwung geben wie bei der Telekom mit Boris Becker und dann wiederum kann es den guten Ruf in den Dreck ziehen. Wir sagen: Durchhalten, Abercrombie & Fitch, es kommen auch wieder gute Zeiten!

Allgemein,Kläff 2.0

18. August 2011

You spin my head right round, right round

Heute wäre ich gerne – DJ. Ja, da staunt ihr nicht schlecht. „Wie um alles in der Welt soll ein Hund bitte die Plattenteller bedienen?“ Nun ja, das ist kein großes Meisterstück mehr im heutigen World Wide Web. Meine neuste Web 2.0 Entdeckung: turntable.fm. Der (bis jetzt leider nur in den USA verfügbare) Musikservice steht für Clubbing der neuen Generation. Die auf HTML5 basierende Browseranwendung richtet sich an alle Möchtegern-DJs und Partyverrückten. User können virtuell Clubs starten, in denen bis zu fünf DJs um die Gunst des Publikums buhlen. Hört sich einfach an, ist aber eine kleine Herausforderung. Nur wer etwas auf dem Kasten bzw. den Turntables hat, wird vom Publikum geduldet und „geliked“. Ansonsten erhält man einen Tritt in den Allerwertesten – hier in Form eines „lame“ – und muss das virtuelle Podest räumen. Dieses Portal hat eindeutig Suchtpotenzial, hält es ja als Zusatzleistung eine Chatfunktion bereit, über welche alle Besucher des virtuellen Clubs miteinander kommunizieren und sich über die verschiedenen Performances austauschen können. Des weiteren dient es als Tool zur Musik-Entdeckungsreise: Lieder, die gefallen, können einfach bei simfy, YouTube oder Grooveshark gesucht und herunter geladen werden. Finanzieren soll sich das neue Musikprojekt über Lizenzgebühren – abwarten und grooven!

Falls es mit meiner DJ-Karriere nicht klappen sollte und ich mir ein neues Hobby suchen muss, habe ich auch schon den perfekten Ersatz gefunden: My Social Petwork, die Social Media Plattform nur für Bello und Co. Die Gründer wollen damit die “Generation Facebook unter den Tierliebhabern” ansprechen und bis Jahresende 100.000 Mitglieder gewinnen. “Ich gebe zu, dass das Ganze auf den ersten Blick etwas verrückt klingt”, sagt Verleger Lars Joachim Rose gegenüber der FAZ. Etwas verrückt? Ich finde, es wird endlich Zeit, dass meine Freunde Dackel Flo, Dogge Poldi, Schäferhund Giocca und ich unsere eigene Social Media Plattform bekommen. Schließlich muss ich mich mit meinen Freunden ja auch über den neuesten Hundeklatsch, die besten Trockenfutter-Diäten und die Zicken unserer Herrchen unterhalten können. Also von meiner Seite aus: Daumen hoch – I like!

Allgemein,Kläff 2.0

8. August 2011

Pyrkern, gepyrkert, ich bin gepyrkert

Around the world in 4 Tagen. Wow, das plane ich jetzt einfach mal für die nächste Woche. Ich fange mit New York an – kurzer Trip zur Freiheitsstatue – danach kommt Rio de Janeiro dran mit einem Abstecher auf den Corcovado zur Christusstatue. Von dort aus geht es zu den Monais auf den Osterinseln und den Abschluss mache ich mit der Akropolis in Athen. Ob das möglich ist? Na klar – das geht – auch für mich als Hund, denn ich tue einfach nur so als ob. Wie ich darauf komme? Ich war erst kürzlich in Österreich und bin dort über das sogenannte pyrkern gestolpert. Das ist ein anderes Wort für Geocheaten. „Pyrkern“ übrigens wurde bereits im Urban Dictionary aufgenommen und stammt von Richard Pyrker, ein Österreicher, der als einer der ersten mit Geocheaten begonnen hat. Das Urban Dicitionary definiert das so: Ein Akt des Geocheatens – wenn man seine Anwesenheit an einem Ort behauptet ohne dort körperlich anwesend zu sein. Häufig in Verbindung mit Geolocation-Services wie Foursquare und Sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook genutzt.

Ich schummele also, aber pyrkern oder geocheaten lässt es doch gleich wie ein cooles Hobby klingen. Wie Geocheaten funktioniert? Dafür gibt es logischerweise schon das ein oder andere App, z.B. FakeLocation (das ist eine Jailbreaking App) oder Fake-a-Location (gibt es bei itunes). Damit kann man seine eigenen GPS-Daten so manipulieren, dass die Apps auf dem Smartphone das nicht merken und denken, man ist woanders und somit kann man überall auf der Welt sein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Geocheatens. Mir gefallen am besten die folgenden Anwendungen: Entweder man macht einen Massencheat daraus, wie z.B. der K2 Massengipfelsturm. Dabei muss man beispielsweise über Foursquare gehen: man legt dort ein Venue an, zu dem jeder der möchte einchecken kann. Oder man nutzt seinen Facebook Account zur Dokumentation seines Geocheatens. In Verbindung mit dem Color-App, kann man auf seinem Account Fotos von sich auf der ganzen Welt posten. Denn damit hat man Zugriff auf alle Orte und damit verbundenen Bilder weltweit, egal wo man selbst gerade ist.

Ich gehe jetzt also erst mal auf meine Weltreise und wenn ich mich über 4 Kontinente gepyrkert habe und dabei die besten Snapshots meiner Reise auf Facebook gepostet habe werde ich ein Venue zur Besichtigung einer Putenwienerfabrik anlegen. Ob ich damit wohl den K2 Massengipfelsturm mit 742 Leuten toppen kann? Ich gehe davon aus, dass meine Freunde alle mitkommen!

Allgemein,Kläff 2.0

1. August 2011

Alles neu macht Google+

Oder doch nicht? Nachdem sich bereits in den ersten Tagen der Testphase eine Menge meiner Facebook-Freunde um Einladungen für Google+ wie um heiße Würstchen gerissen haben, musste ich mir dieses brandneue Social Network jetzt auch einmal zu Gemüte führen. Als leitender Agentur-Hund sollte man ja bei den neusten Trends stets auf dem Laufenden sein. Also habe ich mich heute auch bei Google+ angemeldet. Ganz so einfach war das allerdings nicht – noch nimmt Google+ nämlich nicht jeden in sein Netzwerk auf. Solange es sich in der Testphase befindet, ist man auf eine Einladung eines Mitglieds angewiesen, um selbst ein Teil der Google+ Community zu werden. Trotz dieser Limitierung hat es Google+ in weniger als einem Monat Laufzeit auf circa 18 Millionen Mitglieder gebracht, vermeldet der Social Media Newsblog Mashable.

Google+ wurde von Anfang an als neues Facebook gehandelt. Aber warum der Hype? Welchen Mehrwert bietet der Neuling im Vergleich zu Facebook, dem Veteranen unter den sozialen Netzwerken? Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lässt sich sagen: Neben einer Neukombination bereits bestehender Google-Dienste bietet Google+ auch eine Reihe neuer Social Plugins. Am Wichtigsten ist dabei wohl, dass bei Google+ Freundschaftsbeziehungen gerichtet sind. Ich muss nicht – wie bei Facebook – eine virtuelle Freundschaft mit jemandem eingehen, bevor ich Dinge mit ihm teilen kann. Vielmehr weise ich meine Kontakte sogenannten Circles zu. Sollte mich beispielsweise meine Schwester Ciocca zu einem ihrer Kreise hinzufügen, bekomme ich darüber eine Nachricht. Diese kann ich dann entweder ignorieren oder Ciocca einem meiner Circles zuweisen – zum Beispiel dem Circle „Familie“. Wenn ich dann am Wochenende über meinen neusten Putenwiener-Exzess berichte, kann ich entscheiden, ob der Circle „Familie“ und somit auch meine Schwester von meinem Fressgelage erfahren sollen. Dabei sollte ich aber aufpassen, dass ich den Beitrag nicht komplett öffentlich mache, denn dann – oh Schreck – würden nicht nur alle Google+ Mitglieder sondern das GESAMTE Internet über meine Völlerei informiert werden. Und es muss ja nun wirklich nicht die ganze Welt wissen, dass ich eine kleine Naschkatze – Pardon – ein kleiner Naschhund bin.

Schön finde ich auch die Funktion Sparks. Das ist sozusagen ein personalisierter Nachrichten-Stream im Sinne einer Interessenverwaltung. Ich suche einfach nach bestimmten Begriffen, füge diese zu meinen Interessen hinzu und bekomme so von Google+ jederzeit die aktuellsten News zum betreffenden Thema geliefert. Die News-Ergebnisse scheinen zwar noch ein wenig willkürlich zu sein, allerdings hat meine erste Suche nach dem Begriff „Wurst“ so schöne Treffer ergeben wie einen „20,- Euro Gutschein für Grillspezialitäten, Fleisch und Wurst“ sowie den Hinweis, dass in Paraguay kürzlich der längste Hot Dog der Welt gebraten wurde. So interessant ich das auch finde – immerhin sind heiße Würste meine Spezialität – habe ich von dieser Information doch recht wenig. Denn wie komme ich nun nach Paraguay, um mir dieses Prachtstück einzuverleiben?!?
Sehr praktisch ist auch Google Takeout, mit dem man nicht wie erwartet eine leckere Portion Aufschnitt nach Hause ordern kann, sondern all seine Daten von Google+ an anderen Orten per Backup verfügbar machen kann. So können Kontakte, Circles, Bilder und das eigene Profil ganz einfach auf den eigenen PC exportiert werden. Mobil ist Google+ selbstverständlich auch schon verfügbar – und zwar sowohl als App für das iPhone als auch für Android-Systeme.

Im Prinzip ist Google+ also ein schönes Spielzeug für Netzwerk-Fans. Neben einigen zusätzlichen Neuerungen bietet es alles, was der eingefleischte Facebook-User sowieso schon gewohnt ist: das Teilen von Beiträgen, Fotos und Videos, mehrere Chatfunktionen – sogar für den beliebten Like-Button ist gesorgt. Der heißt bei Google „+1“ und funktioniert nach dem selben Prinzip. Und genau wie Facebook immer noch keinen Dislike-Button eingeführt hat, hat man leider auch bei Google+ auf einen -1-Button verzichtet. Trotzdem überzeugt Google+ durch seine moderne Oberfläche und die wirklich umfassende Integration aller Google-Dienste. Ich werde die Entwicklung dieser neuen Plattform auf jeden Fall im Auge behalten. Fazit: Jolie Op gen Oorth likes Google+ – äääh – +1 meine ich natürlich!

Allgemein,Kläff 2.0

25. Juli 2011

Alles Wissen oder was?

Der Hund von Asterix heißt in England Dogmatix. Snoopys Hundegeschwister heißen Spike, Andy, Belle, Marbles, Molly, Olaf und Rover. Jeder dritte Hund im Vereinigten Königreich ist übergewichtig.
Ach, du liebe Güte! Das ist ja mehr Wissen, als ich jemals wollte. Das kommt davon, wenn man sich die brandneue App von NEON – unnützes Wissen auf das Smartphone herunterlädt, selber schuld! Seit Juni sind die 1.000 besten Fakten der beliebten NEON-Rubrik
für iPhone und iPad zum Preis von 1,59 Euro im Apple AppStore verfügbar. Aufgewertet werden die „sinnfreien“ Fakten (als würde das nicht schon genügen:-) mit Multiple-Choice-Quiz, Kategoriensuche und Sharing-Funktionen. Zudem kann man mit Freunden per Facebook oder Twitter kommunizieren.

Früher hat man ja Printprodukte à la „Was ist was“, „Duden“ oder Bertelsmann bemüht, wenn man etwas nicht wusste. Heute findet sich fast jede Information im Web (egal, ob sinnvoll oder unnütz). Wikipedia ist zum beliebtesten virtuellen Nachschlagewerk avanciert. Dort wird „Wissen“ übrigens hergeleitet von althochdeutsch wizzan und eine Verbindung hergestellt zur indogermanischen Perfektform woida („ich habe gesehen“) somit auch „ich weiß“; von der idg. Wurzel weid leite sich auch lateinisch videre („sehen“) ab – aber das nur am Rande. Ein Verlag verkauft angeblich sogar Wikipedia-Artikel in Buchform. Back to the Roots (d.h. von digital zu Print) also? Immerhin hat ja auch NEON sein unnützes Wissen zunächst in Heft-/Buchform herausgebracht, bevor man sich den digitalen – und jetzt mobilen – Medien zuwendet. Eine generelle Rückentwicklung nehme ich jetzt aber mal nicht an. Schließlich bietet das Internet ja einfach die besseren Möglichkeiten der Wissensverarbeitung. Nicht nur kann man Informationen sharen, man kann sich auch immer tiefer über Links durch Wissensschichten durchklicken. Und – last but not least – lässt sich dieses Wissen eben zu Geld machen (z.B. in Form von Premium Content).

Doch wie wird dieses Wissen verarbeitet bzw. wieviel von der Informationsüberflutung im Web 2.0 dringt tatsächlich in tiefere Schichten unseres Bewusstseins und bleibt dort – auch nach längerer Zeit? “Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.” – das wusste schon Marie von Ebner-Eschenbach.

Ein Modebegriff in dem Zusammenhang: e-Learning. Das Lernen mithilfe digitaler Mittel – und nicht zuletzt über das Internet – ist in aller Munde. Es gibt gar einen eigenen e-Learning-Blog namens lernen zweinull, s.: http://lernenzweinull.de oder einen e-Learning-Blog der TU München, abrufbar unter: https://www.elearning.tum.de. Immer mehr Studiengänge werden auch als elektronische Weiterbildung über Fernkurse angeboten und selbst die Landakademie offeriert in der Beta-Phase Selbstlernkurse, für die noch e-Learning-Tester gesucht werden zur kostenlosen Probeteilnahme (Kurse: “Sachkundenachweis Pflanzenschutz” und “Dynamisches Liquiditätsmanagement”). Infos unter: http://www.checkpoint-elearning.de/article/9688.html.

Und auch die Kirche nutzt diese Form der Bildung: Mitarbeiter sollen so für die Prävention von Übergriffen gegen Minderjährige geschult werden, wie der Bayerische Rundfunk online berichtet. Auch ganz weit vorne in diesem Zusammenhang ist der Einsatz von Web 2.0-Technologien wie Wikis, Blogs oder Communities für das computergestützte Lernen.

Das alles hört sich alles andere als „unnütz“ an. Ich werde mich mal gleich nach einem e-Learning-Kurs für „Kreatives Schreiben für Hunde“ im Internet umschauen. Und die NEON-Informationshäppchen gibt es dann als Schmankerl zur Unterhaltung zwischendurch!

Bissverständnisse

2. Juni 2011

Aller Anfang ist schwer – oder die Geburt des Ipv6

Wer kennt das nicht: Man steht sich beim Bäcker/Metzger/Käser die Beine in den Bauch, um die besten Delikatessen zu ergattern, wenn der böse und verhasste Satz ertönt: „Alles ausverkauft, wir haben nichts mehr!“

Was in der Lebensmittelindustrie normal ist, scheint in der IT-Branche schier unmöglich. Und doch lesen wir tagtäglich an den Zeitungsständen diese Schreckens-Schlagzeilen: Vorrat alter IPv4-Adressen 2011 aufgebraucht. Aber was bedeutet das im allgemeinen und ganz speziell für uns?

Aus Altem mach Neu: Aus IPv4 wird IPv6

Bereits vor 15 Jahren wurde IPv6 ins Leben gerufen – und erst jetzt, 2011, wird es erstmals eingesetzt. Und es ist auch höchste Zeit, denn Experten warnen bereits seit Jahren, dass die IPv4 Adressen zur Neige gehen. In Teilen Asiens sind die IP-Adressen bereits erschöpft. In Europa würden die Adressen noch bis Mitte 2012 ausreichen.
IPv4 Adressen haben eine Länge von 32 Bit. Die neuen IPv6 Adressen weisen jedoch eine Länge von 128 Bit auf. Damit werden 340 Sextillionen neue Adressen ermöglicht. Eine Zahl mit 36 Nullen bzw. 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000
Etwa das fünfzig-billionenfache der aktuellen Weltbevölkerung könnte somit mit einer Billiarde IP-Adressen versorgt werden – pro Person wohlgemerkt. Damit wird es möglich, jedem internetfähigem Gerät – egal ob Computer, Handy, Kühlschrank oder Auto – eine IP-Adresse zuzuweisen, die lebenslang gilt. Die Branche spricht bereits vom „Internet der Dinge“ – jedoch müssten all diese Gerätschaften vorher auf den neusten Stand der Technik gebracht werden – und das kostet Geld.

Der 08. Juni 2011: Der Tag an dem das Internet brach liegt

Am 08. Juni 2011 wird der wahrscheinlich größte Probelauf für das neue IPv6 starten. Unternehmen wie Google und Facebook wollen ihre Internetseiten an diesem Tag nicht nur über IPv4, sondern auch über den Nachfolger IPv6 verfügbar machen. Viele Tausend Nutzer an den heimischen PCs müssen sich an diesem Tag auf lange Wartezeiten beim Zugriff auf die jeweiligen Seiten einstellen – und viel Geduld an den Tag legen. In Deutschland sind jedoch noch nicht alle Internet-Anbieter in der Lage, den neuen Dienst anzubieten. Ab Herbst 2011 soll jedoch mit der Verteilung der IPv6-Adressen bei Geschäftskunden begonnen werden, Privatkunden werden kurz darauf folgen. Wir sind gespannt…und bestellen unsere Brezeln, Salami und Gouda in Zukunft einfach über IPv6. Das spart man sich die nervige Wartezeit – und erhält genauso viel Geschmack :-)